Böden werden gereinigt, Leitungen gewartet, Brandschutz geprüft, Trinkwasser beprobt. Für die Raumluft gibt es in den meisten Gebäuden nur ein Fenster und die Annahme, dass regelmäßiges Öffnen genügt. In gut besetzten Räumen hält diese Annahme einer genaueren Betrachtung nicht stand.

Wer ein Gebäude betreibt, kennt die Wartungsintervalle für fast jedes technische Gewerk. Für die Luft existiert kein vergleichbares Protokoll, obwohl sie das einzige Element ist, das jede anwesende Person ununterbrochen aufnimmt. Zwischen 10.000 und 20.000 Liter Luft atmet ein Erwachsener am Tag, und über 90 Prozent dieser Zeit verbringt er in Innenräumen. Entscheidend ist dabei nicht die Raumgröße allein, sondern das Verhältnis von Luftvolumen zu Personen. Ein Wartebereich mit 25 Wartenden, ein voll belegter Kursraum, ein Seminarraum mit 30 Teilnehmenden oder eine Verkaufsfläche im Samstagsgeschäft teilen sich dasselbe Luftvolumen unter Bedingungen, für die es ursprünglich selten ausgelegt wurde. Für den Einsatz in diesen Räumen ist der AirCleaner von PlasmaMade entwickelt worden, ein mobiler Raumluftreiniger, der die vorhandene Luft filtert, statt sie auszutauschen. Der Ansatz greift eine Schwäche der Belüftung auf: Luftwechsel wird pro Raum ausgelegt und bleibt konstant, die Belastung dagegen entsteht pro Person und steigt mit jedem Anwesenden. Ein filterndes Gerät wirkt wie eine zusätzliche Luftwechselrate, die sich nach Bedarf zuschalten lässt, ohne dass dafür Außenluft herangeführt und temperiert werden muss.

Ein voll besetzter Raum produziert seine eigene Belastung

Innenraumluft ist keine gefilterte Version der Außenluft, sondern eine Mischung aus dem, was von draußen hereinkommt, und dem, was drinnen entsteht. Textilien und Bodenbeläge geben bei jedem Schritt Fasern und Feinstaub ab, Laserdrucker setzen beim Druckvorgang ultrafeine Partikel frei, Reinigungs- und Desinfektionsmittel sowie Möbel geben flüchtige organische Verbindungen ab. Diese Grundlast ist in jedem Gebäude vorhanden, unabhängig von der Belegung. Kritisch wird sie erst durch einen Faktor, der sich mit jeder zusätzlichen Person verändert.

Der Unterschied entsteht durch die Menschen selbst. Jede Person gibt Feuchtigkeit, Kohlendioxid und Aerosole ab, und diese Menge multipliziert sich mit der Belegung, während das Luftvolumen konstant bleibt. In einem Raum von 150 Quadratmetern mit rund 400 Kubikmetern Luft entfallen bei 25 anwesenden Personen etwa 16 Kubikmeter auf jede einzelne, bei 40 Personen sind es noch 10. Genau in dieser Größenordnung kippt die Situation: Die Belastung baut sich schneller auf, als ein üblicher Lüftungsrhythmus sie abtransportiert. In gering besetzten Räumen bleibt der Effekt unauffällig, in Wartebereichen, Kursräumen, Empfangshallen, Kita-Bewegungsräumen und Großraumbüros ist er der Normalfall. Zu dieser hausgemachten Last kommt über weite Teile des Jahres eine zweite, die von draußen mitgebracht wird.

Frau putzt sich in einem hellen Büro am Fenster die Nase, im Hintergrund arbeiten drei Kolleginnen und Kollegen am Tisch
Etwa 15 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben Heuschnupfen. In einem Seminar mit 30 Teilnehmenden sitzen damit statistisch vier bis fünf Menschen, deren Nase seit dem Frühstück zu ist.

Pollen sind längst kein Frühlingsthema mehr

Die Pollenbelastung in Deutschland beginnt bei milder Witterung schon im Januar mit Hasel und Erle, geht ab April in die Birkenblüte über, erreicht von Mai bis August die Gräserblüte und reicht mit Beifuß und Ambrosia bis in den Oktober. Damit bleiben nur wenige Wochen im Jahr weitgehend pollenfrei. Etwa 15 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind von Heuschnupfen betroffen.

Diese Quote wird erst bei größeren Gruppen zur betrieblichen Größe. Unter 30 Teilnehmenden eines Kurses sitzen statistisch vier bis fünf Allergikerinnen und Allergiker, in einer Empfangshalle mit hoher Frequenz gehen entsprechend viele durch. Allergische Beschwerden führen selten zu Krankschreibungen, aber regelmäßig zu verminderter Konzentration, Kopfschmerzen und gestörtem Schlaf. Im Studio bedeutet das Trainierende, die früher abbrechen, im Seminarraum eine Gruppe, die am Nachmittag nicht mehr folgt, in der Kita unruhige Kinder. Pollen gelangen zudem an jedem Öffnungstag mit den Besuchern in den Raum, an Kleidung und Haaren, und zwar in der Menge, die der Personendichte entspricht. Das übliche Gegenmittel gegen beide Lastquellen heißt lüften, und es stößt in vollen Räumen schneller an seine Grenze als gedacht.

Am offenen Fenster endet die Kontrolle

Fensterlüften wirkt, solange das Fenster offen ist. In einem Raum mit wenigen Personen genügt das oft, weil die Belastung langsam nachwächst. Bei hoher Belegung dreht sich das Verhältnis um: Nach dem Schließen beginnt der Aufbau sofort von vorn, und bis zur nächsten Stoßlüftung liegt die Kurve bereits wieder über dem Ausgangswert. In einer Praxis, in der laufend Patienten wechseln, oder in einem Kursraum, der stündlich neu belegt wird, müsste faktisch dauerhaft gelüftet werden.

Dagegen sprechen die Rahmenbedingungen. In der Heizperiode kostet jede Stoßlüftung Wärmeenergie, die nachgeheizt werden muss, im Sommer bringt sie warme Luft in gekühlte Räume. Bei 30 Personen im Raum lässt sich ein Fenster außerdem nicht dauerhaft öffnen, ohne dass die Sitzplätze in Fensternähe unbrauchbar werden. Hinzu kommt, was hereinkommt: an einer verkehrsreichen Straße Feinstaub, an einem Sommertag genau die Gräserpollen, die einen Teil der Anwesenden belasten, an einer Baustelle zusätzlich der Lärm. Fensterlüften ist deshalb kein schlechtes Verfahren, es ist eines mit klaren Grenzen. Es tauscht Luft aus, ohne sie zu prüfen, und es lässt sich bei voller Belegung nicht fein genug dosieren. Wer diese Aufgabe an die Technik übergibt, kommt einen Schritt weiter, allerdings nicht bis zum Ziel.

Voll besetzter Seminarraum mit einem PlasmaMade AirCleaner in der Mitte, blaue Linien zeigen den Luftstrom von oben nach unten
Der AirCleaner übernimmt die Reinigung der Luft, die bereits im Raum ist. Er zieht die Luft in Bodennähe ein, reinigt sie in vier Filterstufen und gibt sie oben über einen Verteiler gleichmäßig nach unten ab.

Lüftungsanlagen arbeiten an einer anderen Aufgabe

Eine raumlufttechnische Anlage ist auf Luftwechsel ausgelegt. Sie führt verbrauchte Luft ab und Außenluft zu, oft mit Wärmerückgewinnung, und löst damit die Energiefrage deutlich eleganter als das Fenster. Ihre Auslegung folgt allerdings einer Planungsannahme über die Personenzahl, die im Betrieb häufig überschritten wird. Ein Raum, der für 20 Personen berechnet wurde und regelmäßig 35 aufnimmt, wird nicht schlechter gewartet, er wird anders genutzt als geplant. Neben der Menge der zugeführten Luft entscheidet zudem ihre Beschaffenheit.

Was die Anlage zusätzlich leistet, hängt von den eingebauten Filterstufen ab. Viele Bestandsanlagen arbeiten mit Filtern, die vor allem die Technik schützen und gröbere Partikel zurückhalten sollen, nicht mit Stufen, die feine Schwebstoffe aus der Zuluft nehmen. Ebenso wichtig ist die Richtung: Lüftungsanlagen bewegen Luft meist horizontal von der Zuluft- zur Abluftöffnung. Frei schwebende Feinstpartikel folgen dieser Strömung nur bedingt und halten sich lange in der Zone, in der Menschen atmen. Zwischen dem, was das Fenster leistet, und dem, was die Anlage leistet, bleibt deshalb ein Bereich unbearbeitet: die Reinigung der Luft, die sich bereits zwischen den Anwesenden befindet. Was diese Lücke im Betriebsalltag kostet, zeigt sich selten in Messwerten, dafür regelmäßig im Dienstplan.

Mann schiebt einen PlasmaMade AirCleaner auf Rollen aus einem Wartebereich in einen angrenzenden Raum
Der mobile AirCleaner kann ganz einfach dort eingesetzt werden, wo er gebraucht wird. Eine Steckdose genügt, kein Eingriff in die Gebäudetechnik, keine Schulung. Im Betrieb zieht der AirCleaner 125 Watt.

Im Dienstplan wird sichtbar, was in der Luft liegt

Der Hauptübertragungsweg für Atemwegserreger in geschlossenen Räumen ist die Luft, nicht die Oberfläche. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine infektiöse Person anwesend ist, steigt mit jeder weiteren Person im Raum, und mit ihr die Zahl derer, die exponiert sind. Das erklärt, warum Erkältungs- und Grippewellen in Betrieben mit publikumsintensiven Räumen selten als Einzelfälle auftreten, sondern in Ketten: Mehrere Ausfälle in derselben Woche, dazu verschobene Termine, Vertretungskosten und abgesagte Kurse. Diese Posten lassen sich beziffern, anders als das diffuse Gefühl, die Luft sei schon in Ordnung.

Der Begriff Luftreiniger ist bei vielen noch mit der Zeit ab 2020 verknüpft, und daraus folgt oft der Schluss, das Thema habe sich erledigt. Verschoben hat sich nur die Aufmerksamkeit. Die Aerosolphysik in einem vollen Wartebereich war vorher dieselbe und ist es heute noch. Ein Gerät, das Krankheitserreger, Pollen und Feinstaub gleichzeitig aus der Luft nimmt, arbeitet an einer Dauerbelastung und nicht an einem Ereignis. Wie der AirCleaner diese Dauerbelastung im laufenden Betrieb bearbeitet, lässt sich an seinem Aufbau ablesen.

Vier Stufen, ein Kreislauf

Der AirCleaner ist für genau diese Situation gebaut: große, gut besetzte Räume mit geringer eigener Luftzirkulation. Er tauscht die Luft nicht aus, sondern führt sie im Raum im Kreis und reinigt sie dabei in vier Stufen. Der Plasmafilter erzeugt ionisiertes Plasma aus der Raumluft und bricht Fremdstoffe und Geruchsmoleküle auf. Ein HEPA-Vorfilter aus elektrisch geladenen Nanofasern auf Fiberglasbasis bindet Partikel. Zwei elektrostatische Hochleistungskerne zerstören das Gebundene und reinigen dabei die umliegenden Filter mit, was deren Lebensdauer verlängert. Eine Ceramic-Hülle nimmt zum Schluss die Restemissionen auf. Nach Herstellerangaben werden bis zu 98,5 Prozent der Aerosole entfernt, ohne Chemie und ohne Ozonbildung.

Diese Reinigungsleistung entfaltet sich allerdings nur, wenn die Luft auch dorthin gelangt, wo sie belastet ist. Entscheidend für die Praxis ist deshalb die Luftführung. Das Gerät erzeugt einen nach unten gerichteten Luftstrom, der Schwebstoffe aus der Atemzone nach unten mitnimmt, saugt die Luft in Bodennähe an und gibt sie oben über einen Verteiler gleichmäßig zurück. In einem Raum voller Menschen ist diese vertikale Führung der Unterschied, weil sie quer durch die gesamte Fläche wirkt und nicht nur entlang einer Achse. Weil die Luft im Raum bleibt, geht keine Wärme verloren, und weil der Volumenstrom über einen Gleichstrommotor läuft, entsteht weder Zugluft noch störender Geräuschpegel. In einem Seminarraum, in dem vorne jemand spricht, ist das kein Nebenaspekt. Damit diese Wirkung im Alltag ankommt, sind wenige, dafür konkrete Betriebsbedingungen zu beachten.

Ein Standort in der Raummitte, ein Filterwechsel im Jahr

Für den Betrieb sind drei Punkte relevant. Erstens die Aufstellung: Das Gerät sollte möglichst mittig im Raum stehen und nicht direkt an einer Wand, damit sich die Zirkulation vollständig ausbilden kann. Ein Gerät deckt Räume bis 150 Quadratmeter oder 400 Kubikmeter ab, größere Flächen wie Empfangshallen oder Veranstaltungsräume brauchen entsprechend mehrere. Zweitens der Betrieb: Es braucht eine Steckdose, sonst nichts. Der Verbrauch liegt bei 125 Watt. Auf Rollen lässt sich das Gerät dorthin bringen, wo die Belegung gerade am höchsten ist, vormittags in den Wartebereich, nachmittags in den Kursraum, abends in den Veranstaltungsraum.

Bleibt der Punkt, der über die Jahre den Aufwand bestimmt. Drittens die Wartung, und hier lohnt ein Blick in den eigenen Kalender: Der HEPA-Vorfilter wird einmal jährlich gewechselt, der Plasma-Hauptfilter hält bis zu fünf Jahre. Damit lässt sich die Luftreinigung in denselben jährlichen Prüfrhythmus einhängen, in dem ohnehin Rauchmelder, Erste-Hilfe-Material und Elektroprüfungen stehen.

Hier schließt sich der Kreis: Für jedes andere Gewerk im Gebäude existiert ein Intervall, ein Prüfprotokoll und eine zuständige Person. Sobald die Raumluft in dieser Liste auftaucht, wird aus einer Annahme eine überprüfbare Größe, und die Frage, ob sich der Aufwand lohnt, beantwortet sich am Ende des Jahres in Ausfalltagen, nicht in Vermutungen.

Bilder: Textnetz, generiert mit KI.